14. November 2009

 
.::[Samsung Omnia Pro B7610: Ein Tutorial]::.
Seit zwei Wochen habe ich ein neues Windows Mobile Handy. zum Samsung Omnia Pro wurde im Netz schon viel geschrieben, daher werde ich an dieser Stelle keinen vollständigen Test oder Review schreiben, sondern die Dinge sammeln, die mir aufgefallen sind. Der Artikel richtet sich somit eher an andere Omnia Pro Besitzer als an Interessenten. Mein primäres Ziel ist eine Art Doku für den nächsten Hard Reset. ;-) Dieses Tutorial wird laufend erweitert.

Samsung und Vodafone bewerben das Handy als updatefähig auf Windows Mobile 6.5. Neue Geräte ab etwa Dezember 2009 / Januar 2010 werden mit der neuen Version ausgeliefert. Reparaturen kommen seit einiger Zeit ebenfalls mit 6.5 zurück. Da Samsung keine durch Endkunden installierbares ROM auf den Markt gebracht hat, übernehmen entweder Samsung oder Vodafone das Update für den Kunden. Hierzu gibt es mehrere Möglichkeiten:

Man kann das Gerät mit Kaufbeleg und Fehlerbeschreibung an das Service-Center von Samsung (ECC ESC International GmbH, Bentheimer Strasse 118b, 48529 Nordhorn, Telefon 05921 877672) senden. Dort wird das Update lt. Hersteller innerhalb von 7-10 Werktagen durchgeführt. Sicherheitshalber empfehle ich, das Update vorab mit Samsung abzuklären.

Alternativ meldet man eines der vorhandenen Probleme des Windows Mobile 6.1 ROM an die Vodafone Hotline (zum Beispiel 1234 bei Business-Kunden). Standardmässig wird auch hier das Handy (an arvato services) eingeschickt. Bei entsprechendem Kundenstatus übernimmt Vodafone aber auch einen kostenlosen Vorab-Austausch in der Regel innerhalb von 48 Stunden. Hierbei bekommt man zwar ein unter Umständen gebrauchtes Handy per GLS geliefert, aber dieses verfügt über ein neues Display und neues Gehäuse und ist damit quasi neu. Den Weg über Vorabaustausch bin ich gegangen.

Mit Windows Mobile 6.5 gibt es auf dem Samsung Omnia Pro B7610 nicht nur die Neuerungen des neuen Betriebssystems gegenüber der 6.1, sondern auch diverse Verbesserungen in der Samsung Handy-Software. Für mich am wichtigsten hier: Die Tastensperre bleibt nach dem Öffnen und Schließen der Tastatur drin.


Das Omnia Pro kommt mit einem extremen Customizing und ein bisschen Vodafone Branding. Wer Windows Mobile kennt, wird es kaum wiederfinden, weil Samsung eine eigene Oberfläche drüber gesetzt hat. Die muss man erstmal anpassen. Grundsätzlich gibt es zwei Modi: Den Work und den Life Modus. Der Unterschied ist eine andere Oberfläche, allerdings lassen sich beide Varianten komplett umbauen. Ich nutze das Umschalten nicht, schließlich schalte ich auch im Real Life ;-) nicht hart zwischen Arbeit und Privat. Wenn man das Handy auch als MP3-Player und Videobetrachter einsetzen will, OK, dann mag es sinnvoll sein, in den Life-Modus rüberzuschalten. Für mich würde es erst dann zum Einsatz kommen, wenn ich auch meine private SIM-Karte parallel einbauen könnte...

Den Heute-Bildschirm habe ich mit Samsung Today konfiguriert. Dieses Today-Plugin will exklusiv den ganzen Heute-Bildschirm für sich haben und kann die wesentlichen Dinge wie Termine etc anzeigen. Es passt zum Design des Handys und ist soweit funktional, aber sicher kein Muss.

Das Startmenu ersetzt Samsung durch ein Finger-kompatibles Fullscreen-Menu. Dieses sollte man bei Windows Mobile 6.1 auch einsetzen - aber auf die wirklich regelmäßig benötigten Programme reduzieren. Alles aus dem Menu entfernte erscheint dann automatisch in einem dedizierten Punkt "Andere".

Unter Windows Mobile 6.5 ist das Menu von Samsung auch vorhanden, kann aber durch das Standardmenu von Microsoft gut ersetzt werden. Das mit Windows Mobile 6.5 komplett überarbeitete Menu ist zumindest subjektiv deutlich schneller. Ausserdem finde ich es wesentlich schicker. Ich habe hier für einen besseren Überblick einen Ordner \Windows\Startmenü\Programme\Weitere erstellt und alles, was ich nicht ständig im Einsatz habe, in diesen Ordner verschoben. Die Vodafone-Services erstellen sich allerdings immer wieder neu im Hauptmenu. Da hilft es, in den Dateieigenschaften der Vodafone-Services.lnk die Attribute für Read-Only, Hidden und System zu aktivieren. Das geht zum Beispiel mit dem Total Commander für Pocket PC.

Das fingerfreundliche Samsung TouchWiz UI gefällt mir recht gut, allerdings finde ich in den Einstellungen nicht immer alles wieder. Daher habe ich in Windows Mobile 6.1 unter Einstellungen > Allgemeine Einstellungen > Samsung TouchWiz UI das UI ausgeschaltet. Häh? Ja, das kann man machen. Einzige mir bekannte Konsequenz ist, dass dann der Start-Button oben wieder das normale Windows Mobile Menu zeigt und auch andere Dinge aus dem klassischen Windows Mobile, wie dessen Einstellungsmenu, wieder zugänglich werden. Das TouchWiz Menu erreicht man weiterhin übr die Hardware-Taste zwischen Annehmen und Auflegen, weitere Einschränkungen habe ich nicht entdeckt. Unter Windows Mobile 6.5 habe ich allerdings keinen Weg in die standardmäßige Systemkonfiguration gefunden.

Das Handy mag dem Privatanwender Kosten sparen, dazu wählt es gern die Vodafone Live! Verbindung. Für einen Inhaber einer "echten" Internet-Flatrate ist das aber nervig, denn so wechselt das System ständig zwischen dem Internet-Zugang über web.vodafone.de und dem Live-Zugang über wap.vodafone.de. Leider kann man das nicht global ausschalten. Aber für viele Anwendungen gibt es Registry-Keys oder Menupunkte zum Ändern:

- Für Google Maps einfach HKLM > Software > Google > GoogleMaps > Preferred Network und HKLM > Software > Google > GoogleMaps > Supports_Extended_WiFi von 1 auf 0 setzen.
- In Pocket Outlook (E-Mail) kann man für POP3- und IMAP4-Konten in den Erweiterten Servereinstellungen das Netzwerk  auf "My Internet" umstellen. Den Link dorthin der Kontenkonfiguration sieht man oft nicht, weil die Bildschirmtastatur gern drüber liegt...
- Unter HKLM > Comm > ConnMgr > Destinations findet man die Verbindungseinstellungen. Hier steht das Vodafone-Live-Netzwerk "My WAP Networks" auf schreibgeschützt. ReadOnly von 1 auf 0 ändern und schon kann man nach einem Soft Reset des Handys auch diese Einstellung verändern.

Änderungen an der Registry sollte man nur durchführen, wenn man weiß, was man tut. Das geschieht immer auf eigene Gefahr und weder Microsoft, Samsung noch ich können hier für Fehler oder Auswirkungen gerade stehen... ;-)
Google Maps wird in einer veralteten Version vorinstalliert. Auf vielen Windows Mobile Handys (zum Beispiel HP iPAQ Voice Messenger) liegt Google Maps im ROM des Geräts, ein richtiges Update ist nicht möglich. Beim Omnia Pro dagegen einfach auf dem Gerät in Google nach GMM (Google Maps Mobile) suchen, das CAB runterladen und drüber installieren.

Eine coole Funktion ist der Etikette Modus. Diesen einfach unter Einstellungen > Bewegungseinstellungen > Etikette-Modus einschalten. Danach kann man das Handy einfach mit dem Display nach unten auf den Tisch legen und es klingelt nicht mehr. Perfekt fürs Meeting oder Restaurant. Sogar während eines eingehenden Anrufs funktioniert das: Legt man das Handy aufs Display, ist Ruhe, nimmt man es wieder in die Hand, fängt es an zu klingeln. Allerdings "funktioniert" der Modus auch in der Hosentasche und man verpasst unter Umständen den einen oder anderen Anruf.

Stellt man das Omnia Pro so ein, dass es sich über USB gegenüber einem PC als Speichermedium ausgibt, dann gibt es Probleme mit dem Aufladen über das Micro-USB-Kabel. Im Massenspeicher-Modus will das Handy eingeschaltet bleiben, um zum Beispiel mit einem HAMA USB-Ladegerät zu laden. Also besser unter Einstellungen > Allgemeine Einstellungen > USB-Anschluss auf ActiveSync stellen. Aber auch nach Umstellung auf ActiveSync ist das Laden über USB-Kabel nicht ganz zickenfrei.

Für die Kontrolle des Batteriestatus wäre zumindest eine klare Ladeanzeige mit einer LED hilfreich. Ich habe mir mit der Installation von Batti geholfen. Batti zeigt mit einem kleinen Statusbalken am oberen Bildschirmrand den Ladestand an und gibt auch zuverlässig Feedback, ob eine externe Stromquelle (Ladegerät oder USB-Kabel) erkannt wurde.

Abschliessend empfehle ich den Kauf einer 3M Vikuiti DQC-160 Displayschutzfolie. Ansonsten wird man nicht lange Spaß mit seinem Handy haben.

TomTom Navigator 6 hat auf dem Samsung, wie auf vielen anderen neueren Handys seine Probleme mit der Bildschirmauflösung und dem internen GPS-Device. Bei 480x800 (Hochformat) zeigt TTN nur unscharfe Miniaturbilder, bei 800x480 (Querformat) sieht man gleich zweieinhalb TTN-Bildschirme nebeneinander. Mit WVGAFIX3 lässt sich das Bild auf VGA oder QVGA reduzieren und TTN kommt damit klar. Falls dies andere Applikationen nicht verkraften, hilft denen ein Softreset. Das GPS-Device hat TTN nicht gefunden bzw. keinen Fix bekommen. Hier hat mir GPSGate geholfen. GPSGate hängt sich zwischen Navigationssoftware und dem GPS-COM-Port und sorgt parallel mit Web-Unterstützung für einen extrem schnellen Fix von 2-3 Sekunden. Aber Achtung, GPSGATE saugt den Akku in Nullkommanix leer und sollte nach Beenden der Navigation daher manuell beendet werden. Und das vergisst man schnell. WVGAFIX3 ist kostenlos, GPSGATE ein kostenpflichtiges Produkt.

In einigen Anwendungen gibt es Probleme mit den Standard-Farbeinstellungen des Omnia Pro. Der geniale Pocket Informant und viele andere Programme zeigen schwarzen Text dadurch auf schwarzem Hintergrund. Ich habe hier das "Black Theme" auf "Classic Blue" verändert.

Im Zubehör des Handys liegt ein gutes Headset mit 3,5 mm Klinkenstecker bei, das auch als UKW-Antennen fürs Radio verwendet wird. An der Buchse lassen sich alternativ ein Kopfhöhrerkabel oder ein spezielles TV-Out-Kabel anschließen. Letzteres habe ich nicht getestet.

Samsung bietet optional ein passendes Kfz-Netzteil an. Dieses hat bei mir nur etwa eine Woche gehalten und ist auch im Betrieb nicht weniger zickig als 3rd- Party-Netzteile. Das Hama Piccolino zusammen mit einem Micro-USB-Kabel hat sich hier als gute Kombination erwiesen.

Weitere Tipps, Tricks und Tweaks? Die Kommentarfunktion freut sich. Fragen beantworte ich dort (und nur dort!) gerne, falls ich denn eine Antwort weiß.

Letzte Bearbeitung: 14.02.2010

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13. Januar 2009

 
.::[Pocket Internet Explorer funktioniert nicht nach BlackBerry Connect Installation]::.
Für Pocket PC mit Windows Mobile gibt es von RIM eine BlackBerry Connect Software zur "Emulation" der BB Funktionalität auf der Microsoft Plattform. So ist es möglich, mit dem Pocket PC gegen jeden BlackBerry Enterprise Server zu synchronisieren. Ich nutze dies, um mein unsägliches Lotus Notes/Domino Postfach zu synchroniseren, welches ich im Job leider nutzen muss. BB Connect nutzt dabei den BB Zugangspunkt des jeweiligen Netzbetreibers.

Leider verstellt BlackBerry Connect das eine oder andere auf dem Device, so dass unter anderem der Pocket Internet Explorer nicht mehr funktioniert. Der Pocket Internet Explorer zeigt nur noch leere Seiten an und versucht nicht einmal über eine normale UMTS- oder GPRS-Verbindung ins Internet zu kommen. Andere Programme, die über einen Internet-Zugangspunkt gehen, funktionieren jedoch weiter. So ist Exchange Server ActiveSync zum Beispiel durchgehend möglich. Es liegt also nahe, dass es an den IE-Einstellungen liegt. Konkret wird eine Proxy-Einstellung des IE verdreht:

HKCU\Software\Microsoft\Windows\Current Version\Internet Settings

Hier den Wert EnableAutoDetect löschen oder von 0 auf 1 setzen. Das geht zum Beispiel mit dem PHM Registry Editor. Und schon funktioniert der Pocket Internet Explorer wieder. Und das ohne den von sämtlichen Hotlines empfohlenen Hard Reset. ;-)

Danke an diverse Posts bei XDA Developers, Modaco & Co. Hier nochmals in Deutsch dokumentiert...

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13. September 2008

 
.::[mobil.bvb.de zeigt mobile Website des FC Bayern]::.
Seit einigen Monaten beobachte ich den Aufbau einer mobilen Website von "meinem Verein" Borussia Dortmund. Seit einiger Zeit hat der BVB einen A-Record mit dem Namen mobil.bvb.de im DNS. Zu Saisonbeginn kam immer noch eine Platzhalterseite des Providers. Doch nun ist endlich Inhalt auf der Seite. Doch meine Augen schmerzen noch immer beim Anblick der Seite:

mobil.bvb.de

Man kommt also über eine Weiterleitung auf die Seite von einer Münchner Beteiligung der Adidas AG. Uuuuh. Dann lieber keine mobile Website. Bin gespannt, wann das am Rheinlanddamm bemerkt wird.


EDIT 14.09.2009:

Ich habe versucht, die Seite mit WGET runterzuladen. Über das WGET-Protokoll ergibt sich, dass beim Provider hinterlegt ist, dass die Seite dauerhaft umgezogen ("moved permanently") ist:

--13:29:27-- http://mobil.bvb.de/
=> `index.html'
Resolving mobil.bvb.de... 62.27.27.6
Connecting to mobil.bvb.de62.27.27.6:80... connected
HTTP request sent, awaiting response... 301 Moved Permanently
Location: http://mobil.fcb.de [following]
--13:29:27-- http://mobil.fcb.de/
=> `index.html'
Resolving mobil.fcb.de... 213.155.85.187
Connecting to mobil.fcb.de213.155.85.187:80... connected.

Ich bin gespannt, wie das Chaos entstanden ist. Die beiden IPs gehören zu verschiedenen Providern und stammen jeweils nicht aus dem Subnetz des Vereins.

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23. August 2006

 
.::[Ein Tag mit Microsoft Exchange Server 2007 und dem Office 2007 Ökosystem | Artikel aus INFOLINE 3/2006]::.

Am Ende dieses Jahres wird ein Feuerwerk neuer Produkte aus dem Hause Microsoft erwartet. Nach dem Release der neuen Server Version, Microsoft Windows Server 2003 R2 folgen nun auch das neue Client-Betriebssystem Microsoft Windows Vista. In Redmond hat man sich aber auch verstärkt Gedanken über eine vereinfachte Bereitstellung von Informationen und eine effizientere Zusammenarbeit gemacht. Als Resultat wird voraussichtlich noch in diesem Jahr der Microsoft Exchange Server 2007 und das neue Microsoft Office System zur Verfügung stehen. Zusammen mit den Windows SharePoint Services wird die Integration komplettiert. Die INFOLINE berichtet, wie zukünftig ein Tag im Leben des Homo Mobilis aussehen kann.

Wir schreiben den 16. Januar 2007. Ich brauche erstmal einen Kaffee. Der soll auch in der Besprechung fließen, die um 9.00 Uhr stattfinden sollte. Diese muss aber verschoben werden und ich mache mich wieder auf die Suche nach freien Zeiten im Kalender der Teilnehmer. Aber heute nicht, denn ich arbeite in einer neuen Infrastruktur mit Microsoft Exchange Server 2007 und Microsoft Office 2007. Daher lasse ich mir einen Besprechungszeitraum vom Server suchen, an dem meine Kollegen Zeit haben. Jetzt brauche ich noch den Besprechungsraum. Hier werden mir alle Räume präsentiert, die frei sind, die Kontrolle führt der Server durch, nicht ich. Also, die jeweils optimalen Vorschläge werden mir von Outlook präsentiert und ein Klick weiter bin ich die Mühe los. Langsam stellt sich die Vermutung ein, dass mein Exchange Server Logik versteht. Dahinter steht aber ein einmalig auf dem Server konfiguriertes Regelwerk für die Ressourcenverwaltung inklusive Regeln für die Behandlung von Konflikten. Das wird die Assistenzen freuen.

Gestartet bin ich heute Morgen übrigens mit einem neuen Office. Skeptisch war ich schon, da die IT mein Outlook-Profil noch nicht eingestellt hatte und ich doch auf einem neuen Server arbeiten sollte. Beim Start von Outlook ergibt sich: Nur der Benutzername und das Kennwort ist erforderlich und alles Weitere geschieht von selbst. Outlook findet mein Postfach, ich kann arbeiten.

Wie auch immer, ich fahre jetzt zum Kunden. Das Telefon steht nicht still und somit habe ich schon die nächste Aufgabe. Die Besprechung muss jetzt noch einmal verschoben werden. Aber wie? Ich bin im Auto unterwegs, habe nur mein Telefon zur Verfügung und ich kann die Assistenzen nicht erreichen. Na, da rufe ich doch mal die Nummer an, die gestern aus der IT gegeben wurde. Es solle sich da der Exchange Server melden, wurde gesagt. Der Exchange Server kann telefonieren? Das muss ich ausprobieren. Und wirklich, es meldet sich die freundliche Stimme des in Exchange integrierten Microsoft Speech Servers, dem ich die Verschiebung des Besprechungstermins anvertraue. Die Nachfrage, ob alle Teilnehmer informiert werden sollen, beantworte ich positiv und bin wieder fein raus. War nicht so viel Arbeit, wie erwartet. Da ich Ihn gerade in der Leitung habe, lasse ich mir noch die eingegangenen Emails vorlesen. Also kann der Exchange Server wohl jetzt auch sprechen.

SPAM-Mails bekomme ich seid der Einführung des neuen Systems nur noch selten. Als Erklärung wurde mir berichtet, dass ein Exchange Server in einem vorgelagerten Netzwerk steht und nun alle Arbeiten übernimmt, um den Emails mit Viren und SPAM-Mails keine Chance lassen.

Am nächsten Tag bin ich mit der Bahn unterwegs und erwische einen Zug ohne Steckdosen. Arbeiten mit dem Laptop ist daher nicht lange möglich. Ich nutze die Zeit um Mails, Faxe und Voicemail zu bearbeiten. Die bekomme ich aufgrund der Unified Messaging Funktionalität von Exchange alle in mein Postfach. Den Zugriff habe ich über mein SmartPhone hergestellt und synchronisiere Kalender, Kontakte und Aufgaben mit dem Server. Der Exchange Server ist hier aber schon wieder der aktivere Part. Über die Direct Push-Funktion von Exchange ActiveSync bekomme ich die Informationen, wenn sie in meinem Postfach eingehen. Ich brauche mich also wieder nicht zu kümmern.

Zuhause angekommen muss ich mich noch einmal mit meinem Laptop ins Internet bewegen. Ich nutze dies, um kurz über Outlook Web Access meine Abwesenheitsassistenten zu konfigurieren. Nun muss der Kunde nicht unbedingt erfahren, dass ich nach Italien fahre. Für die externe Kommunikation wähle ich daher eine andere Formulierung als für die Kollegen. Jetzt nur doch die Dauer der Abwesenheit einstellen und die Abwesenheitsnotiz wird auch nur bis zu diesem Zeitpunkt versendet werden. Die Logik im Hintergrund übernimmt, da bin ich mittlerweile sicher, wieder der Exchange Server.

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.::[Mobiler Zugriff auf Outlook Informationen | Artikel aus INFOLINE 3/2006]::.
BLANCO Gruppe und COMLINE AG setzen auf Windows Mobile

Die Möglichkeit, jederzeit auf Termine, Kontakte und E-Mails im Unternehmensnetz zugreifen zu können ist für den Information Worker heute Alltag. Der Homo Mobilis fordert aber nun verstärkt auch eine Möglichkeit unterwegs Mails zu senden, Termine zu planen oder Kontakte zu verwalten. Windows Mobile Pocket PCs und SmartPhones lösen im Team mit Exchange Server 2003 diese Aufgabe.

Exchange Server 2003 erlaubt heute einen Zugriff über verschiedenste Technologien:

- Outlook Web Access
- Outlook Anywhere
- Outlook Mobile Access
- Exchange Server ActiveSync

In diesem Artikel stellen wir Ihnen die Technologien anhand der Implementierungen bei der BLANCO Gruppe und in unserem eigenen Hause vor.

Outlook Web Access

Unternehmen nutzen schon seit einiger Zeit Technologien wie Microsoft Outlook Web Access (OWA), um mobil auf Outlook Daten zugreifen zu können. OWA erlaubt einen Zugriff auf den Exchange Server aus dem Webbrowser heraus. Da es sich jedoch immer um einen Online-Zugriff handelt, kann mit OWA keine Offline-Synchronisation von Daten vorgenommen werden.

Die BLANCO Gruppe, einer der weltweit führenden Anbieter von Systemlösungen für Arbeitsplätze in der Haushaltsküche, der Gemeinschaftsverpflegung und in medizinischen Funktionsbereichen, hat diesen Trend frühzeitig erkannt. BLANCO setzt im Vertrieb auf ein bundesweites Netz von Außendienstmitarbeitern. Gemeinsam mit der COMLINE AG hat die BLANCO IT-Abteilung BITS daher in den vergangenen Jahren ihre Infrastruktur erfolgreich auf den Homo Mobilis eingestellt. Zunächst wurden die vorhandenen Windows NT Domänen auf einen unternehmensweiten Verzeichnisdienst auf Basis des Windows Server 2003 Active Directory konsolidiert. Dies erlaubte besonders den Pendlern zwischen BLANCO Standorten eine vereinfachte Benutzeranmeldung. Durch die anschließende Exchange Server 2003 Migration wurden die Hälfte der Exchange Systeme eingespart. Die meisten europäischen Postfächer wurden auf einem zentralen Exchange Server in der Oberderdinger Unternehmenszentrale zentriert. Heute sind lediglich noch in den größeren Standorten in das Gesamtsystem eingebundene Exchange Server vorhanden. OWA wurde bei BLANCO schon in der Version von Exchange Server 5.5 vereinzelt genutzt, mit Office Outlook Web Access 2003 stieg jedoch die Akzeptanz der Anwender. Die sichere Veröffentlichung von OWA erfolgte über einen auf Linux basierenden Apache Server.

Outlook Anywhere

Die Lücke der Offline Synchronisation von Outlook Daten wurde mit Exchange Server 2003 geschlossen. Die in der kommenden Version Outlook Anywhere genannte Technologie (heute "RPC over HTTPS") gibt dem Homo Mobilis die Möglichkeit, Microsoft Outlook 2003 über HTTPS zu synchronisieren. Wie OWA ist Outlook Anywhere auch aus anderen Unternehmensnetzen, also durch fremde Firewalls und Proxyserver hindurch, nutzbar.

Von den etwa 200 System Engineers der COMLINE AG arbeitet ein sehr großer Anteil überwiegend bei Kunden vor Ort. Die Mitarbeiter sind daher vor allem unterwegs auf Outlook Informationen angewiesen. Neben OWA hat die COMLINE AG daher bereits vor zwei Jahren Outlook Anywhere auf Basis von Exchange Server 2003 eingeführt. Zusätzlich zu einem Clustersystem, das die Exchange Datenbanken verwaltet, wurde dazu ein Exchange Frontend-Server aufgebaut. Der Frontend-Server ist dabei für die Bereitstellung von OWA und Outlook Anywhere verantwortlich. Die Sicherheit des Zugangs wird über einen Microsoft Internet Security and Acceleration Server sichergestellt. Die INFOLINE berichtete hier über den Einsatz von Client Zertifikaten in der letzten Ausgabe. Diese Technologie arbeitet für den Anwender verborgen im Hintergrund. Nach einer einmaligen Konfiguration des Outlook Clients arbeitet Outlook 2003 auch über einen Wireless LAN Hotspot im Hotel oder aus einem Kundennetz online wie im eigenen Unternehmensnetz.

Outlook Mobile

Mobile Endgeräte wie PDAs und SmartPhones werden heute immer stärker von den Anwendern nachgefragt. Wird hier keine zentrale Richtlinie für den Einkauf gesetzt, sind die Kosten im Betrieb der Endgeräte nicht tragbar. Während OWA und Outlook Anywhere auf Notebook-Benutzer ausgerichtet sind, geht Exchange Server 2003 heute noch einen Schritt weiter und unterstützt Windows Mobile Endgeräte ohne Zusatzsoftware. Über das bereits vorhandene ActiveSync Protokoll wird eine direkte Synchronisation gegen den Server über Wireless LAN, GPRS oder UMTS durchgeführt. Seit diesem Jahr ist dabei sogar eine Push-Mail-Funktionalität möglich. Hier schickt der Exchange Server als aktiver Part neue E-Mails oder Termine auf das SmartPhone. Das Endgerät verfügt damit immer über den gleichen Datenbestand wie das Outlook Postfach, die mühsame manuelle Übertragung von Kontaktinformationen oder Termin-Erinnerungen entfällt. Selbst eine Löschung der mobilen Daten im Falle eines Diebstahls wird dabei unterstützt, um sensible Unternehmensdaten zu schützen.

Unternehmen wie die BLANCO Gruppe oder die COMLINE AG setzen daher schon heute strategisch beim Einkauf neuer Endgeräte auf das Betriebssystem Windows Mobile 5. In subventionierten Mobilfunkverträgen sind Windows Mobile SmartPhones und Pocket PCs bereits sehr kostengünstig zu erhalten. Da die serverseitige Technologie kostenlos im Server enthalten ist, halten sich die Investitionskosten also im Rahmen. Die Veröffentlichung von Exchange Server ActiveSync kann dabei wie bei BLANCO über Linux-Systeme oder wie bei der COMLINE AG über reine Microsoft Technologie erfolgen. Um in der Übergangszeit auch mit Bestandsgeräten, wie Symbian SmartPhones von SonyEricsson oder Nokia, auf Exchange zugreifen zu können, haben die COMLINE Berater auf dem BLANCO Frontend-Server Outlook Mobile Access (OMA) implementiert. Outlook Mobile Access stellt einen sehr einfachen Zugriff auf den Exchange Server zur Verfügung, der auch mit schmalen Bandbreiten einen performanten Zugriff ermöglicht.

Ausblick in die Zukunft

Mobile Technologien sind auf dem Vormarsch. Microsoft unterstützt den Homo Mobilis in Microsoft Office 2003 und Exchange Server 2003 durch innovative Lösungen. Die Nutzung der reinen Technik wird dabei für den Endanwender immer einfacher. Die Betriebskosten können durch serverseitige Verwaltung und ein hohes Maß an Standardisierung gesenkt werden. Und bald lernt der Exchange Server über Outlook Voice Access sprechen?

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